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08 April 2026 - Karwoche. Mittwoch

Am 8. April 2026, am Großen Mittwoch, hielt Erzbischof Tichon von Ruza, Leiter der Diözese von Berlin und Deutschland, in der Kathedrale der Auferstehung in Berlin die Stundengebete mit Evangeliumslesung, die Typika-Gebete und die Vesper mit der Liturgie der vorgeweihten Gaben.

Am Vortag, dem 7. April, hielt Erzbischof Tichon die Morgenandacht und die erste Stunde des Großen Mittwochs. Nach der Friedens-Ektenie, während des Gesangs „Siehe, der Bräutigam kommt um Mitternacht“, vollzog der Erzbischof die Weihrauchzeremonie am Altar und in der Kirche, und nach der Lesung der Kathisma las er die für diesen Tag vorgesehene Evangeliumslesung.

In der dritten, sechsten und neunten Stunde wurden jeweils fünf Lesungen aus dem Johannesevangelium (Lesungen 31–45) vorgetragen.

Seiner Hochwürden konzelebrierten der Mönchspriester Hilarion (Reznichenko), der Priester Maxim Yudakov und der Erzdiakon Archil Chkhikvadze.

Nach dem Gebet hinter dem Ambo wurde zum letzten Mal in der Fastenzeit das Gebet des Ehrwürdigen Ephrem des Syrers verlesen. Nach Beendigung der Liturgie wandte sich Erzbischof Tichon mit einer Predigt an die Gläubigen.

Am Karmittwoch gedenken wir der sündigen Frau, die die Füße des Erlösers mit Tränen benetzte und mit kostbarem Salböl salbte, als Er sich in Bethanien im Haus des Simon, des Aussätzigen, zu einem Abendmahl aufhielt, und damit Christus auf das Begräbnis vorbereitete. Hier offenbarte Judas unter dem Deckmantel der Fürsorge für die Armen seine Geldgier und beschloss am Abend, Christus für 30 Silberstücke an die jüdischen Ältesten zu verraten.

Am Großen Mittwoch wird zum letzten Mal die Liturgie der vorgeweihten Gaben gefeiert, in der die Kirche von der Frau verkündet, die den Herrn mit Salböl gesalbt hat, und vom Verrat des Judas (Mt 26,6-16). Am Großen Mittwoch werden auch die großen Verbeugungen eingestellt, die beim Gebet des Heiligen Ephrem des Syrers „Herr und Herrscher meines Lebens“ vollzogen werden. Nach dem Mittwoch ist es vorgeschrieben, dieses Gebet bis zum Großen Freitag nur von Mönchen in ihren Zellen zu verrichten.