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26 April 2026 - Priester Igor Gurtschenkow ist zum Herrn heimgegangen

Berliner Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche (KdöR) > Aktuell > Priester Igor Gurtschenkow ist zum Herrn heimgegangen

Am 24. April 2026 wurde Priester Igor Gurtschenkow (Pfarrei des Heiligen Erzengels Michael in Göttingen) bei einem Spaziergang mit seinem Kind von einem Auto angefahren. Nach Eintreffen der Polizei und des Rettungsdienstes wurde er ins Krankenhaus gebracht, doch waren die Verletzungen nach Angaben der Ärzte nicht mit dem Leben vereinbar, und der Geistliche verstarb. Über den Zeitpunkt der Trauerfeier und der Beisetzung wird zu einem späteren Zeitpunkt informiert.

Erzbischof Tichon von Ruza, Leiter der Diözese von Berlin und Deutschland, sprach den Angehörigen und Freunden des verstorbenen Geistlichen sein Beileid aus.

Beileidsbekundung des Leiters der Diözese von Berlin und Deutschland, Erzbischof Tichon von Ruza, anlässlich des Todes von Priester Igor Gurtschenkow

An den Dekan des Nordbezirks,
den vorläufigen Vorsteher der Gemeinde des Heiligen Erzengels Michael in Göttingen,
den Erzpriester Boris Ustimenko

an Alesja Alexandrowna Gurchenkowa
sowie an die Angehörigen und Freunde des Verstorbenen

Eure Hochwürdigkeit, verehrte Alesja Alexandrowna, liebe Brüder und Schwestern!

Christus ist auferstanden!

Mit tiefer Trauer habe ich die Nachricht aufgenommen, dass der Herr in den Ostertagen, in denen die Kirche mit besonderer Kraft vom Sieg Christi über den Tod zeugt, seinen treuen Diener – den Priester Igor Gurtschenkow – zu sich gerufen hat.

Vater Igor war ein eifriger Seelsorger und Missionar, dessen Dienst in einer schwierigen Zeit kirchlicher und gesellschaftlicher Spaltungen stattfand. Unter diesen Umständen erinnerte er stets an die vorrangige Bedeutung der Bewahrung der kirchlichen Einheit und gab dabei ein persönliches Beispiel für die Treue zur Kirche und die pastorale Verantwortung.

Nach seiner Ankunft in Deutschland engagierte er sich mit großem Eifer im Leben der Diözese in Göttingen. Sein Dienst zeichnete sich durch seine Aufmerksamkeit für jeden Einzelnen aus: Er nahm sich Zeit für persönliche Gespräche mit den Gemeindemitgliedern, konnte zuhören, unterstützen und beraten. Dank seiner Bemühungen stieg die Zahl der Erwachsenen und Kinder, die am Leben der Sonntagsschule teilnahmen, merklich an, und die Pfarrgemeinde wurde gestärkt. Besondere Sorge galt Pater Igor der Würde des Gottesdienstes, der Entwicklung des kirchlichen Gesangs und der strikten Einhaltung der Kirchenordnung. Man kannte ihn als lebensfrohen, offenen Menschen, erfüllt von seelsorgerischer Liebe. Er lebte von der Hoffnung und den Plänen für die weitere Entwicklung der Gemeinde, und vieles von dem, was er sich vorgenommen hatte, hätte zweifellos gute Früchte getragen.

Wir trauern zutiefst um ihn, doch bleiben wir dennoch nicht ohne Trost. Die Osterbotschaft, die in diesen Tagen den Hauptinhalt des kirchlichen Lebens bildet, bezeugt, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Und wir glauben, dass der auferstandene Christus, dem Vater Igor sein ganzes Leben gewidmet hat, die Seele seines Dieners in den Wohnstätten der Gerechten zur Ruhe kommen lässt und ihm am Ende der Zeiten die Teilnahme an der allgemeinen Auferstehung schenkt.

Ich spreche den Angehörigen, Freunden, geistlichen Kindern und der gesamten Pfarrgemeinde mein aufrichtiges Beileid aus. Möge der auferstandene Herr uns alle im Glauben stärken, unseren Herzen Frieden schenken und uns eine helle Erinnerung an den verstorbenen guten Hirten bewahren.

+ Tichon
Erzbischof von Ruza,
Leiter der Diözese von Berlin und Deutschland