08 Mai 2026 - In München fand eine internationale Konferenz zum 100-jährigen Jubiläum der Deutschen Diözese der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland statt
Vom 6. bis 8. Mai 2026 fand in München, im Schloss Blutenburg, die internationale wissenschaftliche Konferenz „Erbe und Berufung“ statt, die anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Deutschen Diözese der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland veranstaltet wurde. An der Konferenz nahmen Bischöfe, Geistliche, Kirchenhistoriker, Theologen und Wissenschaftler aus Deutschland, Russland, Österreich, den USA und anderen Ländern teil.
Die feierliche Eröffnung der Konferenz fand am 6. Mai statt. Mit Grußworten an die Teilnehmer wandten sich der Erste Hierarch der Russischen Kirche im Ausland, Metropolit Nikolai (Olchowski) von Ostamerika und New York, sowie Metropolit Mark (Arndt) von Berlin und Deutschland an die Teilnehmer. An der Konferenz nahmen der Vorsitzende der Abteilung für kirchliche Außenbeziehungen, Metropolit Antonij von Wolokolamsk, sowie der Leiter der Diözese von Berlin und Deutschland, Erzbischof Tichon von Ruz, teil.
Das Programm der Konferenz umfasste thematische Sektionen, die der Gründung der Deutschen Diözese der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland, der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs, den Nachkriegsjahrzehnten, kirchlich-gesellschaftlichen Aktivitäten sowie aktuellen kulturellen und missionarischen Fragen gewidmet waren.
Von der Berliner und Deutschen Diözese nahmen der Diözesanarchivar, Erzpriester Alexander Bertasch, und der Referent der Informationsabteilung, Priester Evgenij Murzin, an der Konferenz teil.
Erzpriester Alexander Bertasch hielt einen Vortrag mit dem Titel „Zwei Jahrhunderte russischer Kirchenarchitektur in Deutschland: von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart“. Der Vortrag widmete sich der Geschichte des russischen orthodoxen Kirchenbaus auf deutschem Boden, der Entwicklung der architektonischen Formen russischer Kirchen in verschiedenen historischen Epochen und der Bedeutung des orthodoxen kirchlichen Erbes für das geistliche und kulturelle Leben der russischen Emigration in Deutschland.
Priester Evgenij Murzin moderierte die Sektion „Nachkriegsjahre, Kalter Krieg“, in deren Rahmen Vorträge gehalten wurden, die sich mit dem kirchlichen Leben der russischen Emigration in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, der Lage der Deutschen Diözese der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland im Nachkriegseuropa sowie mit persönlichen Geschichten von Menschen befassten, die Zeitgenossen der Ereignisse jener Jahre waren.
Im Rahmen der Konferenz fanden zudem die Eröffnung einer Jubiläumsausstellung, ein Konzert mit kirchlicher Musik der russischen Emigration und ein Rundtischgespräch statt, das sich mit Fragen der orthodoxen Präsenz im deutschen Kulturraum befasste.


