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10 August 2026 - 35-jähriges Jubiläum der orthodoxen Gemeinde des hl. Märtyrers Christophorus in Mainz

Berliner Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche (KdöR) > Aktuell > 35-jähriges Jubiläum der orthodoxen Gemeinde des hl. Märtyrers Christophorus in Mainz

Am Samstag, dem 8. August 2026, beging die orthodoxe Gemeinde des hl. Märtyrers Christophorus in Mainz ihr 35-jähriges Bestehen.

Die festliche Göttliche Liturgie zum Jubiläum wurde vom Vorsteher der Gemeinde, Priester Matthias Fröse, geleitet. Mit ihm konzelebrierten der zweite Priester der Mainzer Gemeinde, Priester Andrey Guva, Priester Alexander Gugenheimer von der Gemeinde des Hl. Lebensspendenden Kreuzes in Bad Kreuznach, Erzpriester Matthias Zierenberg von der Serbisch-Orthodoxen Kirche, Gemeinde des hl. Lubentius in Limburg, Erzpriester Stefan Anghelund Priester Andrei Babolea von der Rumänisch-Orthodoxen Kirche, Gemeinde des hl. Nikolaus in Offenbach am Main, sowie Priester Sebastian Schmitt von der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland, Gemeinde des hl. Nikolaus von Myra in Frankfurt-Hausen.

Die liturgischen Gesänge wurden vom Chor der Mainzer Gemeinde unter der Leitung von Lukas Hennig vorgetragen. Die Predigt hielt Priester André Guva.

Unter den Gästen befand sich auch Pfarrer Peter Sievers, Pfarradministrator der katholischen Pfarrgruppe „Katholische Kirchen in der Oberstadt“ in Mainz. Die orthodoxe Gemeinde feiert ihre Gottesdienste in Räumlichkeiten der katholischen Kirche.

Im Anschluss an die Göttliche Liturgie fand eine feierliche Prozession statt. Danach hielt der Vorsteher der Gemeinde, Priester Matthias Fröse, die Festansprache zum 35-jährigen Bestehen. Er erinnerte an die Menschen, die über viele Jahre hinweg am Aufbau und am Leben der Gemeinde mitgewirkt haben, und dankte allen, die bis heute Verantwortung für die Gemeinde tragen.

Für ihre langjährige Treue und ihren besonderen Einsatz für das Gemeindeleben wurden Matuschka Photini Nothhaas, Subdiakon Gerald Lütgenau, Konstantin Gebel, Lukas Hennig, Johannes Bradler und Matuschka Julia Guva geehrt.

Anschließend richtete Pfarrer Peter Sievers ein Grußwort an die Gemeinde und überbrachte seine Glückwünsche zum Jubiläum.

An diesem Festtag wurde zugleich der verstorbenen Geistlichen und Gemeindemitglieder gedacht, die in den vergangenen 35 Jahren das Leben und den Weg der Mainzer Gemeinde mitgetragen und geprägt haben.

Nach Abschluss der Feierlichkeiten waren alle Gemeindemitglieder und Gäste zu einem festlichen Essen eingeladen. In herzlicher Gemeinschaft klang der Jubiläumstag aus.

Die Geschichte der Gemeinde ist eng mit dem Wirken von Erzpriester Sergius Heitz (1908–1998) verbunden, der zu den prägenden Gestalten der Orthodoxie in Deutschland im 20. Jahrhundert gehörte. Durch seine pastorale, theologische und liturgische Arbeit führte er zahlreiche Menschen zur Orthodoxen Kirche und prägte eine Generation orthodoxer Christen und Geistlicher.

Zu ihnen gehörte auch der spätere Erzpriester Johannes Nothhaas (1938–2019). Aus der evangelischen Tradition kommend und nach einem Studium der evangelischen Theologie begegnete er in Düsseldorf Erzpriester Sergius Heitz und wurde 1969 in die Orthodoxe Kirche aufgenommen. Nach weiteren theologischen Studien und seinem Eintritt in den geistlichen Dienst begann er gemeinsam mit seiner Ehefrau, Matuschka Photini Nothhaas, orthodoxe Christen in Mainz und Umgebung zu sammeln. Aus diesen Anfängen entstand die heutige Gemeinde des hl. Märtyrers Christophorus. Im Jahr 1995 empfing Vater Johannes die Priesterweihe und wirkte über viele Jahre als Seelsorger und geistlicher Vater der Gemeinde. Am 14. Oktober 2019 entschlief Erzpriester Johannes Nothhaas im Herrn.