28 Januar 2026 - Die Leiter der Gemeindechöre und Sänger der Berliner-Deutschen Diözese nahmen am VII. paneuropäischen orthodoxen Kirchen- und Gesangskongress teil
Die Leiter der Gemeindechöre und Sänger der Berliner-Deutschen Diözese nahmen am VII. gesamteuropäischen orthodoxen Kirchen- und Gesangskongress teil, der vom 22. bis 25. Januar 2026 in London stattfand. Der Kongress wurde vom europaweiten Kirchenmusikkomitee unter der Schirmherrschaft der Kirchenmusikkommission der Bischofssynode der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland organisiert und versammelte Chorleiter, Sänger und Kirchenmusiker aus verschiedenen orthodoxen Diözesen Europas.
Der Kongress fand in den Räumlichkeiten des Gemeindehauses der Kathedrale der Geburt der Heiligen Gottesmutter und der Heiligen Königlichen Märtyrer in London (ROKA) statt. Das Thema des Kongresses lautete „Choralgesang heute: von der Realität zum Ideal” und war dem hundertsten Todestag des herausragenden Kirchenkomponisten A. D. Kastalski gewidmet. Das Programm des Forums umfasste Vorträge, praktische Übungen, Gesangsproben, Rundtischgespräche und gemeinsame Gottesdienste.
Vorträge und Referate wurden von Experten auf dem Gebiet der Kirchenmusik und des liturgischen Gesangs gehalten, darunter S.G. Zvereva mit dem Vortrag „Alexander Kastalski: Das Schicksal und das kreative Erbe eines herausragenden geistlichen Komponisten”, Priester Matfej Leschinski („Die Kunst des Lesens in der russischen kirchlichen Gesangstradition”), Erzdiakon Ioann Drobot („Die Wechselbeziehung zwischen Altar und Chor während des Gottesdienstes”) sowie I.A. du Kenua mit dem Vortrag „Kirchengesangsausbildung unter den Bedingungen der heutigen Emigration”.
Die praktischen Übungen und Workshops befassten sich mit Fragen des Vokalgesangs, des Chorgesangs und der Harmonisierung von Gottesdiensttexten. Sie wurden von Vertretern des Europäisch-weiten Kirchenmusikkommittees durchgeführt, darunter Erzdiakon Alexander Kedrow, V.S. Gana, V.V. Kashlyaev und M.K. Malinin sowie Arseniy Kruglov, Chorleiter der Kathedrale der Geburt der Heiligen Jungfrau Maria und der Heiligen Königlichen Märtyrer in London und einer der Organisatoren des Kongresses.
Der Chorleiter der Auferstehungskirche in Dachau und München, Matwej Kobro, stellte in seinem Vortrag die Erfahrungen mit der Gründung und Entwicklung eines Kinder- und Jugendchors in München vor. Der Referent beleuchtete Fragen der Organisation des Gesangsunterrichts, pädagogische Ansätze in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die Bedeutung einer frühen Heranführung der Jugend an das liturgische Leben.
Ein wichtiger Teil des Kongresses war der Gottesdienst. Der gemeinsame Chor der Kongressdelegierten nahm am Samstag, dem 24. Januar, an der Allnachtwache und am Sonntag, dem 25. Januar 2026, an der Göttlichen Liturgie teil, die in der Kathedrale der Geburt der Heiligen Gottesmutter in London abgehalten wurden. Die Gottesdienste wurden von Bischof Irenäus (Stingberg) von London und Westeuropa geleitet. Das gemeinsame Singen unter der Leitung von V. W. Kashlyaev, M. G. Kobro, V. S. Gana und M. K. Malinin war das Ergebnis mehrtägiger Arbeit und ein anschaulicher Ausdruck der kirchlichen Einheit der Teilnehmer des Forums. Die Teilnahme der Sänger und Chorleiter der Berliner und Deutschen Diözese an der Arbeit des europaweiten Kirchen- und Gesangskongresses trug zum professionellen Erfahrungsaustausch und zur Stärkung der Beziehungen zu Vertretern anderer orthodoxer Gemeinden und Diözesen Europas bei.


